» Wer soll uns Recht verschaffen, wenn/ wir durch die Ungerechtigkeit/ der allgewaltigen zugrunde gehen! «

Im antiken Drama des Euripides wird mit geradezu unheimlicher Aktualität der auf einer verbrecherischen Vorgeschichte beruhende Konflikt zwischen dem vermeintlich „Fremden“ und „Eigenen“, aufgegriffen, aber auch eine Perspektive seiner Überwindung sichtbar.

 

Als das delphische Orakel verkündet, dass Ion, der Tempeldiener, der als Weise aufwächst, Xuthos' Sohn sei, wird Ion plötzlich zur Bedrohung. Kreusa, Xuthos Frau, selbst ein Opfer des Apollon, fürchtet, dass die Thronfolge nun an den Fremden Ion weitergehen wird. Zusammen mit ihrer Gefolgschaft, den Erechthiden, wird ein perfider Plan geschmiedet. Nach Intrigen, Anschlägen und Kollisionen kommen Kreusa und Ion zu der Erkenntnis, dass sie sich näher sind, als gedacht.

Mitwirkende

Babette Winter, Mark Harvey Mühlmann, Felix Würgler, Dessauer Ensemble "Die Huskies", Musik: Volkmar Paschold, Kostüm / Masken: Anja Mikolajetz, Regie: Jens Mehrle


Aufführungskritik: Junge Welt vom 15.8.2018

Zur Aufführung in der Marienkirche am 20.10.2018 schreibt Kathrin Schrader in ihrem Block: "Von der Post – Post – Post – in die Moderne und zurück. Zeitreisen in Dessau. Teil I "